Immer weiter südwärts…

Über Sæby – wenig reizvoll, riesiger Hafen und viel zu voll – geht es mit einem langen Schlag bei frischem West nach Grenå. Wir finden wider Erwarten gleich eine freie Box und hier ist es irgendwie richtig nett. Am nächsten Morgen steht erstmal einkaufen auf dem Programm und fast noch wichtiger: Wattwurmbeschaffung, das erledigt Steffen. Dann setzt gegen Mittag der angekündigte Ostwind ein und wir machen uns auf den Weg nach Hjelm. Dies ein ganz bezaubernder Ort, hier kann man nur bei östlichen Winden ankern und muss ein bisschen Schwell in Kauf nehmen. Wir nutzen die Wetterlage, angeln den ganzen Abend Schollen bis die Sonne längst untergegangen ist. Am nächsten Morgen fühlen wir uns ein bisschen durchgeschaukelt,  aber die Sonne lacht und wir laufen einmal um die Insel, die im Morgenlicht so traumhaft wirkt, die Südsee kann kaum schöner sein… Länger bleiben können wir leider nicht, der Wind wird drehen und dann wird es hier ungemütlich.

Sonne, Wind und Sand

Ein Starkwindtag in Skagen ist immer eine willkommene Pause… eigentlich wollen wir, nachdem wir uns von Birgit verabschiedet haben, noch ein Stück nach Süden. Aber der Wind pfeift derartig, dass wir es uns anders überlegen und lieber einen langen Strandspaziergang machen. Tolle Dünen bis ans Meer und jede Menge Sand, überall!

Skagen

Frühstart um 5 Uhr morgens, der Sonnenaufgang schon ein Erlebnis! Das Skagerrak war dieses Mal ein Traum, Südwestwind um 5 beaufort, Sonne den ganzen Tag… Das Seglerherz lacht! Und dann ist Skagen schon zum Greifen nah, da schläft der Wind ein. Die letzten 10 Meilen hält der Motor tapfer durch und nach etwa 11 Stunden Seefahrt haben wir unsere Leinen wieder fest.IMG-20170716-WA0002

Die letzte Station…

…in Norwegen heißt Tromlingene, eine geologisch interessante Insel nahe Arendal, ein Strand voller runder Steine, die Eiszeit hautnah. Auch fasziniert uns die ganz besondere Landschaft mit urigen Bäumen, Eiben, Kirschbäume,Kiefern und viel Wacholder, völlig anders als die bisher gesehenen Schären. Abends zieht sogar noch ein Flock Nonnengänse am Boot vorbei… Morgen geht’s dann über das Skagerrak, die Wettervorhersage ist günstig und wir werden um 5 Uhr in Richtung Dänemark starten…

 

Costa del Sol…

…auf norwegisch, das klappt ganz gut, wenn man das Südwestkap erstmal gerundet hat! Nach einem Stop in Lillehavn versuchen wir im Sniksfjord anzulegen, hier mündet die Audna, so ganz geben wir die Hoffnung auf einen Lachs noch nicht auf. Aber die Bucht erweist sich als Flop,keine Anleger, Anker hält auch nicht, wir drehen bei und nehmen den Tjaumsfjord zum übernachten,  er liegt nur ein kleines Stück weiter und wir kennen diese idyllische und bestens geschützte Stelle schon von unserer Hinreise. Das Wetter ist auch nicht so doll…aber am Samstag ist uns Sonnenschein versprochen. Der kommt auch verbunden mit ordentlich Westwind,  wir segeln in die Indre Nodavika auf Skjernøy, die kleine Brücke ist belegt, also den Haken rein. Zum Glück hält er, denn es brist ordentlich auf, das Wasser fliegt schon von den Wellen. Wir bleiben lieber an Bord und warten bis es abends abflaut, dann gönnen wir  uns noch einen Landgang im Fjellgelände.